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Regeln für sichere Passwörter

Wie vergibt man eigentlich ein sicheres Passwort. Und wenn es dann sicher sein soll, kann ich es mir sowieso nicht mehr merken! Irgendwie eine echte Zwickmühle, nicht wahr?

Zuerst aber ein paar Gedanken dazu, wie ein Passwort nicht aussehen sollte.

Was man nicht machen sollte

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, daß viele bei der Wahl ihrer Passwörter recht nachlässig sind. Besonders natürlich bei der immer größer werdenden Anzahl an Logins, die man üblicherweise so hat.

Eine ganz schlechte Idee ist es, immer das gleiche Passwort zu verwenden: sowohl für den E-Mail Account, als auch für Facebook, Linked-In, Twitter, für Logins die man sich in diversen Onlineshops wie Amazon etc. macht oder sogar für den Arbeitszugang in der Firma.

Leider sind schwache Passwörter immer noch sehr beliebt, da sie sich einfach merken lassen. So z.B. "passwort" oder eine einfache Zahlenfolge wie "1234567". Auch Namen, wie der der Frau oder Freundind, der Kinder oder des Haustieres werden zu oft verwendet.

Wenn dann schon verschiedene Passwörter verwendet werden, speichern viele Nutzer diese in einfachen Excel-Listen oder Textdateien ab. Das hat natürlich den Vorteil, daß man, gerade bei vielen Logins, schnell man die interne Suche bemühen kann. Wenn aber jemand in den Rechner eingedrungen ist, stellt gerade so eine Datei einen echten Leckerbissen dar! Im Vergleich dazu ist eine einfache Liste auf Papier, die man zur Not auch im Geldbeutel mit sich herumtragen kann richtig sicher. Doch noch besser ist es natürlich sich gar keine Passwörter aufzuschreiben.

Eine Alternative können sogenannte Passwort-Manager sein. Damit kann man viele Passwörter verwalten, die von der Software nur verschlüsselt auf der Festplatte gespeichert werden. Man muß sich nur ein Masterpasswort merken, um an alle im "Safe" gespeicherten heranzukommen. Von einem solchen Werkzeug kann man sich in der Regel auch starke Passwörter generieren lassen. Es gibt auch einige PasswortManager in portablen Varianten, so daß man sie auf einem Smartphone mit sich herumtragen kann.

Regeln für sichere Passwörter

Doch nun dazu, wie man ein Passwort (auch wenn man es sich nicht merken muß) sicher auswählt. Wenn man dabei ein paar Regeln einhält, kann man nicht mehr viel falsch machen.

  1. Passwörter geheim halten. Das ist eine absolut wichtige Voraussetzung für ein gutes Passwort, wenn man seine Daten vor fremden Zugriffen schützen will.
  2. Keine Wörter aus dem Wörterbuch verwenden. Hacker verwenden schon lange umfangreiche Wörterbuch-Datenbanken um Passwörter einfach durch ausprobieren (Brute-Force) herauszubekommen. Stattdessen sollte man sich kurze Sätze überlegen. Man kann dann z.B. aus einem solchen Satz die Anfangsbuchstaben und Satzzeichen für das Passwort verwenden. Damit werden sie viel komplexer, sind aber gut zu merken. Beispiel: als Passwort nicht einfach "Waldi" verwenden, sondern einen Satz bilden: Waldi, mein Hund, ist braun.
    Das Passwort aus den Anfangsbuchstaben würde dann folgendermaßen lauten:
    W,mH,ib.
  3. Sprachen mischen. Wer ein wenig Englisch oder andere Fremdsprachen kann, sollte dies für seine "Passwortsätze" verwenden: "Waldi, mein Dog, ist braun."
  4. Sonderzeichen und Zahlen verwenden. Sowohl Groß- als auch Kleinbuchstaben in Kombination mit Zahlen und Sonderzeichen verwenden:
    "Waldi, mein 1. Dog, ist braun."  gibt das Passwort: "W,m1.Dib."
  5. Niemals das gleiche Passwort für verschiedene Accounts nutzen. Denn wenn jemand ein Passwort - wie auch immer - herausfindet, kann er es auch bei anderen Diensten probieren...
  6. Mehr Zeichen verwenden als nötig. Auch wenn nur sechs Zeichen für das Passwort verlangt werden, sollte man ein längeres Passwort wählen. Zehnstellige (oder noch längere) Passwörter sind sicherer und dank den vorher genannten Regeln dennoch gut zu merken.